Wie ein kalter Schauer.

Ich liege im Bett, mit dem fettesten Grinsen, dass du mir jäh schenken konntest.
Ich stelle mir vor, dass du neben mir liegst, mir immer näher kommst und dich ganz sanft an mich schmiegst.

Ich fühle mich vollkommen angenommen in deinen Händen, denn durch deine Augen bin ich einfach wunderschön.

Ich drehe mich zu dir und verliere mich in deinen tiefblauen Augen.
Deine linke Hand umschmiegt meine Taille. Gänsehaut. Mein Mund kommt deinem gefährlich nahe. Ich kann nicht mehr. Ich muss dich küssen. Mein Herz will zu dir. Meinen Körper zieht es in deine Richtung. Meine Atmung wir ganz schwer.
Blind, mit ganzem Vertrauen berühren deine Lippen ganz zart meine. Sie umschmiegen die meinen. Unsere Körper sind eine Einheit. Ich spüre, wie deine Hand immer tiefer geht, an den Ort, der bis jetzt jedem verborgen war.

Vom ersten Moment an, warst du der schönste Mensch, hast mich verzaubert und in deinen Bann gezogen. Doch du siehst mich nicht oder besser erkennst mich nicht!

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19:56 Uhr 

Seit fast einer Stunde sitze ich (20 Jahre) nun schon auf diesem Quadratmeter Wald. Eigentlich ist es etwas Gras mit vielen bunten Blättern, der nun entkleideten Bäumen. Musik dringt in meine Ohren. Sehnsüchtige Klänge nach Schönheit, nach Menschlichkeit, nach Geborgenheit.

Ganz bewusst schließe ich meine Augen und atme tief ein. Ganz dumpf, gar schwer höre ich im Hintergrund einen Zug vorbei rollen. Schnell fährt er. Ob er es eilig hat? Ich hole nochmals ganz gründlich Luft.

3… 2… 1… Plötzlich liegt eine raue aber warme Hand schwer auf meiner Schulter. Es schmiegen sich keine kalten Grashalme an meine Füße. Hektische, kurze Ansagen. Von nun an ging alles ganz schnell. Vorhang auf. Scheinwerfer an. Los geht es. Stille. Bühne frei – für einen neuen Kampf mit oder besser für mein Leben!

Herbstwehen

Soll ich´s wagen. Einen Blick nach draußen. Kann doch nicht so schwer sein.

Doch, es ist schwer!

Draußen höre ich leise die gelben Blätter auf den Asphalt rieseln, ich sehe Kinder, die in Gummistiefel gerade Kastanien einsammeln, ich spüre die Kälte hinter der Glasscheibe. Aber ich bin doch noch gar nicht bereit für den Winter, für die triste, kahle Natur, ich bin noch nicht bereit, den Sommer meines Lebens hinter mir zu lassen. Es war ein Sommer voller liebevoller Menschen, wertvoller Gespräche und nächtelanger Lachkrämpfe, ein Sommer an dem ich festgestellt habe, dass das Leben viel zu schön ist, um es nicht in allen Zügen und mit all unserer Energie zu genießen!

Zurück bleiben jedoch nur angeschlagene Scheiben, Nebel und der sehnsüchtiger Blick hinaus.

Ein Augenblick Glück

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

Es war Abend… Freunde sitzen um ein Lagerfeuer…

Der Funke springt nicht nur im Feuer über, nein eigentlich sollte das heute hier ihr Abend werden. Ihr Schwarm war da, doch sie traute sich nicht, sie traute sich nicht ihn zu fragen, ihn zu fragen, ob er nicht einmal Lust hätte, gemeinsam ein Bier zu trinken.

Nein, sie traute sich nicht. Die beiden saßen stillschweigend den ganzen Abend nebeneinander. Nein nicht, dass er einmal seinen Arm um sie legen würde oder dass sie sich an ihn lehnte. Nein, sie traute sich einfach nicht, es sollte noch nicht sein…

Doch der Abend war noch jung, nicht nur sie, sondern auch ein anderes Mädchen hatte Hoffnung, Hoffnung auf ein bisschen Nähe, ein bisschen Zärtlichkeit, Hoffnung auf ihren ersten Kuss. Es war schon spätnachts und es wurde kälter, also kamen sich alle etwas näher…

So auch das hoffnungsvolle Mädchen und ein eigentlich fremder Junge, er setzte sich neben sie, er saß eigentlich schon fast auf ihr, so nahe kam er ihr. Plötzlich spürte sie eine sanfte, zärtliche Berührung am Rücken, alles zog sich in ihr zusammen, sie bekam eine Gänsehaut.

Dieses Etwas, das soeben ihren Rücken immer weiter abwärts entlang fuhr, genau diese Etwas brachte ihr Strahlen in ihren Augen zurück!